Als Sohn eines griechischen Vaters und einer österreichischen Mutter in Graz geboren konnte der multikulturelle Zusammenschluss der Eltern den jungen Konstantin Filippou nur prägen. Wie auch der mediterrane Einfluss seiner Kindheit prägend war: Jedes Jahr verbrachte Konstantin viele Monate am Meer. Das Meer und dessen Früchte, gepaart mit den kulinarischen Einflüssen in der Heimat, sind früh Impulsgeber für seine spätere Laufbahn. Die Geschmäcker, die er kennenlernt, will er bald selbst reproduzieren können.

Etwas Großes soll entstehen.

Wiewohl seine Schullaufbahn eher sportlich orientiert gewesen war, entscheidet sich Filippou 1995 doch für eine Lehre zum Koch - was, wie er später sagt, nicht zuletzt dem Aufenthalt in der Küche seiner Mutter geschuldet war. Neugierig und mit dem Willen, die Küchenwelt zu revolutionieren, ist seine erste Station Filzmoos, das Hotel Unterhof. Dort nimmt ihn der Küchenchef unter seine Fittiche und lehrt ihn die Grundlagen österreichischer Kochkunst. Die technische Basis der Küchenarbeit fasziniert Konstantin und nährt seine Vision, dass „etwas Großes entstehen wird“. 1999 zieht er weiter nach Werfen. Aus dem dort beheimateten Restaurant Obauer nimmt er einen weiteren wichtigen Aspekt auf seinen Karriereweg mit: das wirtschaftliche Arbeiten mit dem Produkt. Sein Weg führt ihn weiter nach Wien: Als er nach Jahren das Restaurant Steirereck wieder verläßt, hat Konstantin eine weitere wichtige Lektion gelernt. Er weiß nun, was es heißt, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Dass etwas Großes nur entstehen kann, wenn man mit einer Stimme spricht, gemeinsam in eine Richtung geht.

Hinaus in die Welt.

Nach dem Steirereck zieht es ihn hinaus in die Welt. Er macht Station in England beim legendären Gordon Ramsay und bei Michel Roux Jr. des nicht minder legendären Restaurants Le Gavroche in London. Die dortige Gastronomie inspiriert ihn durch ihre spezielle Art der Darbietung, der Präsentation und ihrer Architektur. Er verinnerlicht, dass in diesem pulsierenden Schmelztiegel das Glas immer halb voll ist, no matter what. Als Konstantin Filippou 2005 nach Spanien ins 3-Sterne-Haus von Juan Mari Arzak in San Sebastián geht, ist er bereit für das, was er später  seine „time of my life“ nennen wird. Alles dreht sich hier mit einer noch nie erlebten Selbstverständlichkeit ums Essen und Trinken. Das spanische Flair dieser Sterne-Hochburg ist unbeschreiblich motivierend für ihn. Perfektion in der Küche paart sich in San Sebastián mit der unbändigen Lebenslust der Spanier, die Kunst des Kochens ist dort nicht Selbstzweck, sondern dient dazu, diese Lebenslust zu beflügeln. Diesen Spirit nimmt er in sich auf – und nimmt ihn mit zurück nach Wien.

Hauptstadt-Hauben.

In der Hauptstadt seines Heimatlandes beginnt sich sein Jugendtraum – "etwas Großes soll entstehen" – zu verwirklichen. Noch im selben Jahr erkocht Konstantin Filippou innerhalb von neun Monaten seine ersten zwei Hauben im "Weibel 3". Mit „Hummer à la Orange“ oder seinem legendären „Hühnerpopcorn“ begeistert er seine immer größer werdende Fangemeinde. Kurz danach wechselt er ins mediterrane „Novelli“ in Wien und schreibt dort bis 2011 konsequent an seiner Erfolgsgeschichte weiter. Hier kultiviert Filippou seine multikulturelle, mediterrane Ader und paart sie mit österreichischer Tradition. Signature-Gerichte wie die „Stockfisch-Brandade mit Saiblings-Kaviar“, „Pochierte Makrele mit Radieschen und Kren“, „Bio-Ei mit Sepioline“, „Wiesendistel mit Wiesenchampignon, Perigord-Trüffel und Jabugo“ oder „Sepia mit geräuchertem Wachtelei und Schnecke“ entstehen und prägen seinen Stil. Der dritten Gault-Millau-Haube im Jahr 2009 folgt im Frühjahr 2010 ein Stern des international renommierten Guide Michelin. 2011 wählt ihn das Gourmetmagazin A la Carte im Rahmen seiner „Gourmet Trophée“ in der Königsdisziplin zum kreativsten Koch Österreichs.

Vision wurde wahr.

Im März 2013 eröffnet Konstantin Filippou sein erstes eigenes „Restaurant Konstantin Filippou“ im Herzen der Stadt: An der Wiener Dominikanerbastei 17 schreibt er seine Geschichte fort. Nur knapp acht Monate später, im Oktober, erhält er aus dem Stand 3 Gault Millau-Hauben. Im März 2014 folgt ein Stern im Guide Michelin und der Falstaff Gourmet Guide kürt ihn zum „Einsteiger des Jahres 2014“. Im April 2015 setzte sich die Geschichte mit der Eröffnung des Natural Wine Bistros „O boufés“ fort: Im Juni  wird das „O boufés“ mit einem Bib Gourmand im Guide Michelin ausgezeichnet. Im September  erhält Konstantin Filippou die Auszeichnung Gault-Millau-Koch des Jahres. Im Oktober 2015 wird das Bistro „O boufés“ nur 4 Monate nach der Eröffnung mit 2 Hauben im Gault Millau ausgezeichnet und im Oktober 2016 wieder bestätigt. Konstantins Vision ist wahr geworden: Etwas Großes ist entstanden.


Mehr unter www.konstantinfilippou.com

Auch optisch geben die spannenden Kreationen des Ausnahmetalents einiges her.