Wusstet ihr, dass die englischen Seeleute damals erstmals den Inhaltsstoff Vitamin C von Zitrone & Co erkannt haben? Zitrusfrüchte wurden danach als Mittel gegen die Krankheit Skorbut eingesetzt, die als Vitamin C-Mangel-Erkrankung unter Seefahrern weit verbreitet war. Und auch wenn es Obst- und Gemüsesorten gibt, die mehr davon enthalten – zum Beispiel Grünkohl, Sanddorn, Brokkoli oder Johannisbeeren – so sind Zitrusfrüchte sehr wertvolle Vitamin-C-Lieferanten.

Allrounder Vitamin C
Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, kann im Körper nicht selbst produziert werden. Es ist beteiligt an vielen Stoffwechselreaktionen, unter anderem am Aufbau von Knochen, Knorpeln und Bindegewebe. Vitamin C gilt als Antioxidans, unterstützt die Immunabwehr und ist am Aufbau bestimmter Botenstoffe und Hormone beteiligt. Rund 100 Milligramm Vitamin C pro Tag werden empfohlen – das steckt zum Beispiel in zwei großen Orangen, fünf Mandarinen oder zwei kleinen Zitronen.

Was liefern Zitrusfrüchte noch?

  • Vitamin E
  • Verschiedene B-Vitamine
  • Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen
  • Sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, die körpereigene Abwehrmechanismen stärken und das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken
  • Sie sind entzündungshemmend und cholesterinsenkend
Zitrusfrüchte
Flavonoide stecken insbesondere im weißen Fruchtfleisch unter der Schale und fördern als wertvolle Ballaststoffe die Darmgesundheit.
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Orangen und Zitronen
Zitrusfrüchte sind wertvolle Vitamin C Lieferanten, auch wenn es Obst- und Gemüsesorten gibt, die sogar mehr davon enthalten.
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Mit oder ohne Schale?
Ob die Schalen essbar sind, kommt auf die Behandlung während der Reife an. Behandelt werden die Früchte oft mit chemischen Pflanzenschutzmitteln und Konservierungsstoffen, um sie länger haltbar zu machen, denn vor allem während des Transportes können sich Pilze ausbreiten. Auch behandelte Früchte solltet ihr vor dem Schälen mit Wasser abwaschen – so vermeidet ihr, dass Chemikalien von der Schale beim Zerteilen der Früchte mitgegessen werden.  Um den Schalen-Abrieb einer Zitrusfrucht zu genießen, müssen ungespritzte Früchte aus biologischem Anbau verwendet werden. 

Ausnahmen: Kumquats sind in der Regel unbehandelt und können nach dem Abwaschen mit Schale gegessen werden. Bei Pomelos hingegen sollte nicht nur die Schale, sondern auch die weiße Haut entfernt und nur das saftige Fruchtfleisch verzehrt werden.

Mix aus Orangen und Kumquats
Die kleinen Kumquats haben eine viel feinere Schale als übrige Zitrusfrüchte und sind reich an B-Vitaminen, Magnesium, Kalium oder Kalzium.
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Grapefruit
Die Grapefruit soll ursprünglich durch Kreuzung aus Pampelmuse und Orange entstanden sein.
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Minneolas, Satsumas & Co
In unseren Gegenden bekannte und je nach Jahreszeit erhältliche Sorten von Zitrusfrüchten sind beispielsweise Zitronen, Orangen, Blutorangen, Clementinen, Limetten, Grapefruits, Kumquats, Mandarinen, Minneolas oder Pomelos – rund 60 Arten zählen zu dieser Gattung.

Die Hauptanbaugebiete sind die Mittelmeerländer sowie tropische und subtropische Länder. Übrigens: Den Überlieferungen zufolge gehören Zitrusfrüchte zu den ältesten Obstsorten weltweit und werden schon seit über 4000 Jahren kultiviert – ursprünglich aus China bzw. dem asiatischen Raum stammend und nach und nach über Seeleute nach Europa verbreitet.

Einige dieser Zitrusfrüchte sind erst durch Kreuzung entstanden und sogenannte Hybriden. Aus Mandarinen werden zum Beispiel die kernlosen Clementinen (Kreuzung aus Mandarine und Bitterorange) oder Satsumas (Kreuzung aus Mandarine und Orange) gezüchtet. Aus Mandarine und Grapefruit entstehen Minneolas – die Bezeichnungen und Sortenvielfalt ist nahezu undurchschaubar.

Verschiedenen Zitrusfrüchte
Es gibt rund 60 verschiedene Arten an Früchten, die zur Gattung Zitrusfrüchte zählen. Eine Vielzahl ist durch Kreuzungen entstanden.
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Verschiedene Zitrusfrüchte
Orangen, Zitronen, Limetten oder Grapefruits sind bei uns sogar ganzjährig erhältlich und liefern Vitamine und Mineralstoffe.
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Gut zu wissen!

  1. Ein Glas warmes Zitronenwasser am Morgen hilft der Verdauung.
  2. Grapefruits können die Wirkstoffe mancher Arzneien beeinflussen, unter anderem auch die Pille.
  3. Vitamin C ist hitzeempfindlich. Entsprechende Lebensmittel am besten nicht zu heiß kochen!
  4. Zitrusfrüchte vor dem Verzehr waschen, damit auch über das Schälen keine Pestizide ins Fruchtfleisch gelangen.
  5. Zitrusfrüchte werden nicht im Kühlschrank gelagert, sondern dunkel bei nicht zu kalten Temperaturen – getrennt von anderem Obst und auf keinen Fall luftdicht verpackt.