Topinambur ist wieder in aller Munde und erlebt gerade einen richtigen Aufschwung. Die Pflanze zählt botanisch gesehen zum Sonnenblumengewächs und wächst an deren Wurzeln als Knolle. Topinambur wird auch als Erdartischocke oder Erdbirne bezeichnet. 
Aber was ist Topinambur eigentlich?

Ursprünglich kommt die Knolle aus Südamerika und wurde schon von Indianern angebaut. Von Seefahrern wurde sie später nach Europa gebracht und war dort lange Grundnahrungsmittel für die Bevölkerung, bevor sie von der Kartoffel verdrängt wurde.  Die Wurzel hat je nach Sorte eine violett-braune oder eher hellbraune Schale mit einem leicht süßlich-nussig schmeckenden Fruchtfleisch und ähnelt optisch einer Ingwerknolle.

Gesundheitliche Wirkung
Topinambur enthält den für den menschlichen Organismus nicht verwertbaren Ballaststoff Inulin. Inulin wirkt sich somit positiv auf die Darmflora aus und hat eine verdauungsfördernde Funktion. Inulin ist weiters bekannt dafür, den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen zu lassen, was die Knolle insbesondere für Diabetiker wichtig macht. Darüber hinaus ist Topinambur natürlich kalorien- und fettarm und wird als Schlankmacherknolle bezeichnet.

Topinambur enthält auch eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen: Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, C, Eisen, Kalium, Kalzium, Niacin oder Magnesium.

Hinweis: Empfindliche Personen oder Personen, die an einer Fruktoseintoleranz leiden, sollten Topinambur nur in Maßen genießen, denn zu viel davon kann zu Verdauungsbeschwerden führen. Das liegt daran, dass bei der Verstoffwechselung des Ballaststoffes Inulin Fruktose entsteht. Etwas leichter verträglich wird Topinambur, wenn man vor dem Konsum die Schale entfernt.

Verwendung
Topinambur kann ähnlich verwendet werden wie eine Kartoffel – mit einem Unterschied: die Knolle kann sogar roh verzehrt werden, zum Beispiel als Zugabe in einem Salat. Auch sonst kann sie beliebig gekocht, gebraten, in Suppen oder wie ein Püree verarbeitet werden. In dünne Scheiben geschnitten und im Rohr gebacken, sind sie eine gesunde Form von Gemüse-Chips. Topinambur ist winterfest und hat etwa von Oktober bis März Saison.

Rezept für eine Topinambur Suppe

500 - 600 Gramm Topinambur
1 Zwiebel
1 Kartoffel
2 Karotten
2 Esslöffel Öl
1 Liter klare Gemüsesuppe
Je nach Geschmack Salz, Pfeffer, 1 Prise Muskat
Gehackte Petersilie zum Garnieren

Zwiebel, Karotten, Topinambur und Kartoffel schälen und klein schneiden. In einem Topf Öl erhitzen, Zwiebel glasig dünsten, das restliche Gemüse hinzugeben und kurz mitbraten. Dann mit klarer Gemüsesuppe aufgießen und bei kleiner Hitze etwa eine halbe Stunde köcheln lassen. Danach gut pürieren und je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Muskat und Petersilie abschmecken.  Nach Belieben kann die Suppe auch noch mit Schlagobers verfeinert werden.

Sonnenblumengewächs
Topinambur zählt botanisch gesehen zum Sonnenblumengewächs und wächst an deren Wurzeln als Knolle.
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Topinambur Cremesuppe
Aus Topinambur lässt sich zum Beispiel eine köstliche Cremesuppe zubereiten.
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Topinambur Knollen
Topinambur sieht ähnlich aus wie Ingwer und hat je nach Sorte eine violett-braune oder eher hellbraune Schale mit einem leicht süßlich-nussig schmeckenden Fruchtfleisch.
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