Ihr kennt das: Man will ja eigentlich. Und kann leider doch nicht. Weil die Couch grad so bequem ist. Weil es draußen regnet. Weil man so müde ist. Weil man eh nie Zeit hat und die paar Minuten, die man für Sport aufwenden müsste, dann auf dem persönlichen „Me-Time“ Konto fehlen würden. Oder einfach nur, weil das eh alles nichts bringt. Wenn es darum geht, etwas NICHT zu tun, sind wir um eine passende Ausrede selten verlegen. Da mag uns der Sport, zu dem wir uns nicht überwinden können, noch so gut tun – sich nicht bewegen zu müssen, fühlt sich auf jede Fall besser an. Oft verlieren wir den Kampf gegen den inneren Schweinehund. Dabei ist diese Überwindung keine Hexerei. Sie hat nur viel mit Willenskraft zu tun. Mit Motivation und Selbstmotivation.

Je nachdem, wie weit wir uns aus unserer Komfortzone hinausbegeben wollen, benötigt man mal mehr, mal weniger Willensstärke, um sich zu überwinden. Tatsache ist: Die Fähigkeit zur Selbstüberwindung ist uns allen angeboren – allerdings bei dem einen stärker, beim anderen schwächer ausgeprägt. Psychologen, Motivatoren und Legionen von Mentalcoaches wissen jedoch: Willenskraft lässt sich auch dann trainieren, wenn sie nicht von vornherein stark ausgeprägt ist. Wie ein Muskel. Das heißt: Man beginnt klein, steigert sich Schritt für Schritt und kann so Großes erreichen.

Wir haben hier ein paar Tipps für euch, wie ihr eure Willenskraft trainieren könnt: 

01

Schone deine Ressourcen! Wenn du deine Willenskraft dauerhaft überstrapazierst, wird sie erlahmen. Durch Wiederholungen und dosierte Überforderung lässt sie sich jedoch trainieren – ganz wie ein Muskel!

02

Vermeide Willenskraft-Fallen: Es bringt zum Beispiel nichts, an die eigene Vernunft zu appellieren oder wenn du das, was du tun willst, als Opfer siehst. Es bringt auch nichts, „streng mit sich“ zu sein – du musst ein angenehmes Gefühl haben, wenn du deinen inneren Schweinehund überwinden willst.

03

Setz dir ein Ziel. Nur, wenn du weißt, wofür du dich selbst überwinden willst und was genau du damit erreichen willst, schaffst du es auch. Allerdings sollten diese Ziele auch erreichbar sein. Also: Nicht, wenn man 100 Kilo hat, sagen: „Ich laufe ab morgen jeden Tag 10 km“ sondern „Es ist ein guter Anfang, wenn ich kommende Woche jeden Tag 20 Minuten laufen gehe“.

04

Nimm dir nicht zu viel vor. Wer seinen Erfolg in kleinen Schritten plant, der hält eher bis ins Ziel durch!

05

Stell dir vor, wie du aussiehst und wie du dich fühlst, wenn du dein Ziel erreicht haben wirst. Halte dir eine konkrete Situation vor Augen.

06

Mach einen Plan! Und zwar einen, der schaffbar ist – also einen, der auch Rückschläge zu überwinden beinhaltet und vom Ziel her aufgebaut ist.

07

Mach einen Notfallplan! Wenn du weißt, wie du deine Kalorien ausnahmsweise auch in der Wohnung verbrennen kannst, musst du nicht auf schönes Wetter warten.

08

Such dir Vorbilder, die dich motivieren. Egal, ob David Beckham, Jamie Oliver oder Stephen Hawkins – es gibt immer Menschen, die vorgelebt haben, dass auch Unmögliches möglich ist.

09

Sei ehrlich zu dir selbst! Es bringt nichts, wenn du dir was vormachst. Wenn du dein Training schwänzen willst, solltest du dir die Folgen vor Augen halten. Wenn du eine Tafel Schokolade isst, dann solltest du nicht sagen „macht ja nichts, war ja nur eine kleine Tafel“, sondern „jetzt dauert es einen Tag länger, bis ich mein Ziel erreicht habe“.

10

Überprüfe deine Zielerreichung. Wenn du dir kleine Zwischenziele gesetzt hast, fällt es dir leichter, dich zu freuen, wenn du diese Ziele erreicht hast.

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