Neben Wandern und Radfahren zählt Schwimmen zu den Lieblingsbeschäftigungen der Österreicher. Kein Wunder: Schwimmen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch noch gesund. Wer seine Bahnen im Badesee oder im Hallenbad zieht, der schont Gelenke und hält sich fit. Und das Beste? Schwimmen kommt dem gesamten Körper zugute – ist also ein richtiges Ganzkörpertraining. Der Kreislauf profitiert von regelmäßigen Trainingseinheiten genauso wie zahlreiche Muskelpartien, Lungen und die Durchblutung.  

Der optimale Schlankmacher
Schwimmen ist die perfekte Sportart für alle Altersgruppen, auch für arthrosegeplagte und übergewichtige Menschen. Durch die kontinuierliche Bewegung im Wasser verbrennt der Körper große Mengen an Kalorien – rund 500 Kalorien pro Stunde, je nach Schwimmstil und individueller Statur sogar noch mehr.

Muskelaufbau ganz ohne Gewichtestemmen
Das Schwimmen trainiert viele Muskelgruppen gleichzeitig, ohne dabei die Gelenke stark zu beanspruchen – diese werden im Vergleich zu Sportarten an Land kaum belastet. Im Wasser wiegt der Körper nämlich auch weit weniger als im Trockenen. Abgesehen vom Training der Ausdauer sorgt der Wasserwiderstand auch für einen erhöhten Kraftaufwand bei den Bewegungen. Das kräftigt besonders die Rücken-, Arm-, Bein- und Schultermuskulatur.

Mann schwimmt im Wasser
Regelmäßiges Schwimmtraining ist ein gutes Herz-Kreislauf-Training und kräftigt zahlreiche Muskelpartien.
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Brustschwimmer im Wasser
Das Wasser trägt zu einem großen Teil unser Körpergewicht und schont die Gelenke. Somit ist Schwimmen für Übergewichtige als auch für ältere Menschen besonders gut geeignet.
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Auf sauber ausgeführte Schwimmbewegungen achten
Für ein erfolgreiches Schwimmtraining kommt es auf die richtige Technik an. Falsch eingeübte Abläufe führen zu Fehlbelastungen, unter denen der gesamte Bewegungsapparat leidet. Wie bei allen Sportarten schadet auch übermäßiger Ehrgeiz dem Körper; beim Schwimmen sind daher für Hobbysportler und Anfänger moderate Trainingsintervalle angesagt. Für ein richtiges Schwimmtraining zur Verbesserung der Fitness sollten es aber drei Einheiten pro Woche mit je 30 Minuten schon sein. Am Anfang ist es wichtig, sein eigenes Tempo zu schwimmen – mit der Zeit wird man ohnehin geübter und schneller.

Prinzipiell eignet sich jede Schwimmtechnik, um dem Körper etwas Gutes zu tun. Die gängigsten Arten sind das Kraulen, das Rücken- sowie das Brustschwimmen. Das technisch anspruchsvolle Schmetterlingsschwimmen eignet sich nur für geübte Schwimmer. Generell ist wichtig, dass der jeweilige Stil korrekt ausgeführt wird.

Schwimmer im Pool
Für ein erfolgreiches Schwimmtraining sind sowohl Technik als auch Regelmäßigkeit entscheidend.
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Schwimmer unter Wasser in einem Pool
Beim Schwimmen werden nicht nur Glückshormone freigesetzt, es ist auch ein großartiger Weg, um sich zu entspannen und abzuschalten.
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Brustschwimmen
Der Klassiker für Jung und Alt. Das Brustschwimmen haben viele Menschen bereits im Kindesalter erlernt. Die Abläufe sind jedoch relativ komplex und es gilt unberechtigterweise als die am einfachsten ausübbare Technik. Ein klassischer Fehler besteht darin, dass viele Schwimmer den Kopf dauerhaft über Wasser halten wollen. Dadurch wird die Nackenmuskulatur unnötigen Belastungen ausgesetzt. Besser ist, bei jedem Zug mit dem Kopf ab- und zum Luftholen wieder aufzutauchen. Brustschwimmen belastet den Bewegungsapparat übrigens auch mehr als andere Stile.

Kraulschwimmen
Der Kreislaufbooster: Für die Fitness ist Kraulen ideal. Hier wird die Kondition stark gefordert. Durch die zügig ausgeführten Bewegungen kommt besonders das Herz-Kreislauf-System auf Touren, ohne es zu überlasten. Da bei den Abläufen der Kopf nicht aus dem Wasser gehoben wird, lässt sich diese Technik als schonend für die Halswirbelsäule und die Nackenmuskulatur bezeichnen. Selbst bei Gelenkerkrankungen stellt die moderate Beanspruchung des Schulterbereichs selten ein Problem dar.

Rückenschwimmen
Rückenschwimmen ist für Anfänger gut geeignet, da auch die Technik am einfachsten und schonendsten ist.

Am besten variiert man die verschiedenen Schwimmstile regelmäßig, um den Körper optimal zu trainieren. Für ungeübte Schwimmer empfiehlt sich generell, die ersten Bahnen im Schwimmbecken unter Anleitung zu ziehen. Einsteigern fehlen häufig die Grundfertigkeiten – sie schwimmen technisch unsauber. Unter den Augen eines Schwimmlehrers lassen sich die verschiedenen Techniken in kurzer Zeit auffrischen oder von Grund auf erlernen. Kurse bieten Bäder wie auch Schwimmvereine an.

Frau treibt am Rücken liegend auf dem Wasser.
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Aqua-Gymnastik als schonende Alternative
Eine clevere Alternative – vor allem bei Senioren – stellt die Aqua-Gymnastik dar. Das gilt besonders für Menschen, die nicht schwimmen können oder die mit sehr starken Gelenkerkrankungen zu kämpfen haben. Je tiefer der Körper während der Übungen im Wasser steht, umso schonender fällt das Training aus. Gleichzeitig kommt der Kreislauf in Schwung. Durch den Wasserwiderstand wird die Muskulatur auf sanfte Weise gekräftigt.