Olivenöl ist aus den meisten Küchen in Italien, Spanien, Griechenland oder Portugal heutzutage kaum wegzudenken. Egal ob zum Braten oder pur genossen – und dabei ist es auch noch äußerst gesund für den menschlichen Organismus.

Mediterrane Ernährung
Der Ursprung des Olivenöls liegt im östlichen Mittelmeerraum. Dieser bietet die optimalen Klima- und Witterungsbedingungen, die zu einer erfolgreichen Olivenernte beitragen. Bereits in der Antike wurden dort Oliven gepresst.

Neben dem Olivenöl spielen jedoch auch die weiteren Faktoren der mediterranen Ernährung – viel Fisch und Gemüse – eine ebenso große Rolle für die Gesundheit. Denn: Olivenöl ist definitiv ein gutes Speiseöl; Wunder darf man sich aber keine erwarten. Wer regionaler bleiben möchte, konsumiert auch mit dem Rapsöl ähnlich gute Inhaltsstoffe.

Brot mit Olivenöl drauf
Olivenöl ist Bestandteil zahlreicher mediterraner Speisen.
RitaE on Pixabay
Olivenstrauch
Die Anbaugebiete liegen vorwiegend im Mittelmeerraum, zum Beispiel in Spanien, Italien, Tunesien, Griechenland, Kroatien oder Portugal.
Nazar Hrabovyi on Unsplash

Auf die Herstellung kommt es an
Es gibt mehrere Qualitätsstufen, die zum Verkauf angeboten werden. Die drei bekanntesten Varianten sind „Natives Olivenöl extra“, „Natives Olivenöl“ sowie „Olivenöl“.

Die beste Qualität kauft man mit „Natives Olivenöl extra“, das beim Kaltpressen gewonnen wird und keine Fehler enthalten darf. Für die Produktion eines Liters Öl werden rund 5 kg Oliven benötigt. Durch die Kaltpressung bleiben wichtige Nährstoffe enthalten. „Natives Olivenöl“ hat etwas mehr Säuregehalt, wird jedoch auch ohne Wärmeeinwirkung hergestellt. Diese beiden Varianten sind gesünder und schmecken intensiver, sind jedoch wie andere kaltgepressten Öle hitzeempfindlich. Das heißt: bei zu heißen Temperaturen – über 180°C – entstehen schnell giftige Verbindungen.

„Olivenöl“ ist eine Mischung aus kaltgepresstem und raffiniertem Öl (das durch Einsatz von chemischen Hilfsmitteln hergestellt wird), wobei der Anteil des kaltgepressten Öls nur mehr 5-15% darstellt. Es wird mit raffinierter Herstellung zwar mehr Öl gewonnen und es ist günstiger – wertvolle Inhaltsstoffe gehen durch den chemischen Vorgang jedoch verloren.

Viele Flaschen mit Öl
Natives Olivenöl extra bezeichnet die höchste Güteklasse - die Oliven werden kalt gepresst.
Angela Butsch on Pixabay
Viele Oliven auf einem Markt.
Für 1 Liter Öl werden rund 5kg Oliven gebraucht - je nach Sorte sogar bis zu 10 kg.
Forumkrakow on Pixabay

Unserer Gesundheit zuliebe
Obwohl auf der Ernährungspyramide ganz oben stehend, gilt: Fett ist nicht gleich Fett. Olivenöl zählt zu den gesündesten Ölen, denn es enthält wichtige Vitamine und zu rund 73% ungesättigte Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren stecken hingegen vor allem in tierischen Fetten und sollten nur in Maßen konsumiert werden.

Weitere Bestandteile des Olivenöls haben antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Antioxidantien verlangsamen nachweislich die Zellalterung und regen gleichzeitig die Bildung neuer Zellen an. Bei regelmäßigem Konsum soll Olivenöl auch vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken und den Cholesterinspiegel senken – für letzteres ist die enthaltene Oleinsäure verantwortlich. Positiven Einfluss soll das mediterrane Öl auch auf Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson haben.

Außerdem wirkt sich das Olivenöl förderlich auf die Funktionen der Bauchspeicheldrüse und der Galle aus und kann eine übermäßige Säurebildung und damit einhergehendes Sodbrennen verhindern.

Teller mit Salat und Erdbeeren
Ein bunter Salat mit etwas Olivenöl bildet eine gesunde Mahlzeit mit vielen Nährstoffen.
Jessica Lewis / Unsplash