Wenig Carbs, kein Hungern. Seit Jahren ist das schon ein süßes Geheimnis unter Schlankheitsaposteln: Kohlenhydrate – kurz „Carbs“ –, Zucker & Co machen dick oder verhindern, dass wir abnehmen. Low Carb(ohydrates) = niedriges Gewicht. Ist diese zuckerfreie Rechnung so einfach? Warum machen uns Kohlenhydrate fett und warum soll uns Fett ohne Hungern schlank machen? Die Ernährungswelt scheint Kopf zu stehen. Ratlos? Fangen wir einmal ganz am Anfang an: beim Insulin.

Insulin als Schlüssel.

Insulin ist das Hormon, das Kohlenhydrate in Energie umwandelt und, falls wir diese Energie am Schreibtisch sitzend oder auf der Couch liegend nicht verbrauchen, Carbs in Form von Fett für magere Zeiten einlagert. Dieser Speichermechanismus ist in Krisenzeiten und Hungerperioden überlebensnotwendig, wird aber in Zeiten des Überflusses zum serienmäßig eingebauten Dickmachermodus. Insulin reagiert aber weder auf Eiweiß noch auf Fett. Genau hier setzt „Low Carb“ an: Carbs auf ein Minimum, auf maximal 100 g Kohlenhydrate pro Tag, reduzieren und den Stoffwechsel auf Gemüse, „gesunden Kohlenhydraten“, Eiweiß und gesunden Fetten wie mehrfach ungesättigten Pflanzenölen laufen lassen. Der Teufelskreis der Insulinausschüttung wird ohne Kohlenhydrate ganz einfach unterbrochen. Resultat: Die angelegten Fettspeicher werden mangels leicht verbrennbarer Kohlenhydrate geleert und die Kilos purzeln! Übrigens, ein neuer, kohlenhydratreduzierter Lebensstil ist die beste Vorbeugung für Zivilisationserkrankung.

Setzen Sie auf "gesunde" Kohlenhydrate!

Was sind gesunde Kohlenhydrate? Generell alle Kohlenhydrate, die in Kombination mit gesundem Eiweiß auftreten – zum Beispiel Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen. Weiters Kohlenhydrate in ihrer natürlichen, ballaststoffreichen Form: z. B. Vollkornreis, Vollkornbrot. Als süße Belohnung können Sie auch reife Früchte mit hohem Vitamingehalt in Maßen naschen.

Vollwert-Genuss ohne Reue, Hunger und Kalorienzählen.

Was Sie als Hauptbestandteil Ihres Ernährungsplans genießen dürfen? Gemüse, Salate, Nüsse, Fleisch, Milchprodukte, Geflügel, Ei, Fisch und Meeresfrüchte. Alles zubereitet oder verfeinert mit gesunden, mehrfach ungesättigten Fetten wie Oliven- oder Rapsöl. Klingt nach einem Gourmetmenü? Das ist es auch, denn all diese kohlenhydratarmen Köstlichkeiten kann man fast nach Belieben in den Tagesernährungsplan einbauen und ohne schlechtes Gewissen genießen. Denn eines ist ein angenehmer Nebeneffekt kohlenhydratarmer Ernährungsweise: Sie werden ganz automatisch schneller satt und bleiben es auch länger – Heißhungerattacken und Schweregefühl nach den Mahlzeiten gehören der Vergangenheit an.

Der Low Carb-Turbo: Bewegung!

Überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund und bewegen Sie sich täglich. Das setzt Ihren Stoffwechsel zusätzlich in Schwung und leert Fettdepots noch schneller und gesünder. Anfangs nur ein paar Minuten pro Tag gehen und jede Woche steigern. Im Laufe Ihres Low-Carbs-Erfolgslaufs sollten Sie zusätzlich drei Mal wöchentlich laufen, mit Gewichten trainieren, Rad fahren, schwimmen … was immer Ihnen gerade Spaß macht. Grundregel: Aufzüge, Rolltreppen und Kurzfahrten mit dem Auto sind tabu!

DIESE „CARBS“ MEIDEN:

  • Mehl und daraus hergestellte Produkte wie Gebäck, Brot, Müsli, Keks, Kuchen
  • Nudeln und Teigwaren 
  • Kartoffeln und daraus hergestellte Produkte  
  • Honig, Zucker und zuckerhaltige Getränke  
  • Süßigkeiten und süße Riegel  
  • Alkoholische Getränke  
  • Zuckerhaltiges, fettes Junk Food

MEHR DAVON GENIESSEN: 

  • Mageres Fleisch – z. B. Steaks, Geflügel, Koteletts – nicht paniert und/ oder gebacken!  
  • Gemüse und Salate  
  • Nüsse – z. B. Walnüsse, Macadamia, Erdnüsse, Pecan  
  • Fisch und Meeresfrüchte  
  • Milchprodukte – Käse, Topfen, Joghurt. Sauerrahm, Frischkäse, Shakes 
  • Wertvolle, kaltgepresste Öle 
  • Vitaminreiche Früchte als Süßigkeitenersatz
Perfekter Ersatz für Schoko und Co!