Matthias Snobes Arbeitstag beginnt früh und endet spät. Als Private Coach muss er dann für seine Kunden Zeit haben, wenn sie gerade können. Also steht Snobe täglich um sechs Uhr früh bereit. Sein Job: In kürzester Zeit das Maximum an Trainingseffizienz für seine Klienten herauszuholen. Ohne sie zu überfordern, zu demotivieren oder gar zu verletzen. Doch trotz aller gebotenen Vorsicht: Snobe, dem auch die Merkur Versicherung einen Teil ihrer Mitarbeiter zur Verbesserung ihres Fitnesszustandes anvertraut hat, wird daran gemessen, wie erfolgreich sich das Fitnessniveau seiner Kunden verbessert.

Naheliegend daher, dass Matthias Snobe sich eines Trends bedient, der der Trainings-Effizienz und Spaß an der Sache gleichermaßen Vorschub leistet: Functional Fitness, was nichts anderes bedeutet, als den Körper in seinen ursprünglichen Funktionen zu trainieren. Wer das System klug einzusetzen weiß, kann im Alltag Bierkisten heben, ohne Angst haben zu müssen, sich „das Kreuz zu verreißen“. Menschen, die Functional Fitness machen, können vor der Brust ein Kleinkind tragen und gleichzeitig ihre Einkäufe nach Hause bringen, ohne auf ein Kfz oder Fahrrad angewiesen zu sein. Mehr noch: Wenn sie stürzen, stürzen sie richtig, weil ihre Rumpfmuskulatur perfekt mit den Oberarmen, dem Schultergürtel und der Brustmuskulatur zusammenspielen und sie so ihren Sturz abfangen können. Die Vorzüge der Trainingsmethode ließen sich anhand zahlloser Beispiel unendlich weiter illustrieren. Sie liegen auf der Hand: Kein Muskelstrang ist untertrainiert, im Bewegungsablauf gibt es nichts, was versagen kann.

Denn darum, sagt Snobe, geht es beim Functional Fitness nicht in erster Linie um eine gehobene Körperästhetik,
wie man sie anstrebt, wenn man im Fitnessstudio einzelne Muskelgruppen isoliert an den diversen Geräten trainiert. „Mehrere Muskelpartien werden beim FF so aufgebaut, dass sie in der Bewegung gut zusammenarbeiten können“, erklärt Snobe. „Man arbeitet immer über mehrere Gelenke gleichzeitig. Man macht also zum Beispiel eine Übung, die im besten Fall den Bizeps trainiert, aber über Schultern, Brust und Arme ausgeführt wird.“

Der Erfolg lässt – natürlich abhängig von der Trainingsintensität – meist nicht lange auf sich warten. Verbesserungen in der Bewegungseffizienz machen sich übrigens nicht nur im Alltag gut, sondern natürlich auch bei der Ausübung anderer Sportarten. Snobe: „Bei meinen Kunden ist Functional Fitness ziemlich nachgefragt, weil ich auch immer öfter Kombinationen mit Trainingseinheiten in anderen Sportarten anbiete. Man kann praktisch jedes Training mit Elementen von Functional Fitness unterstützen bzw. kombinieren, vom Boxen über Yoga bis zum Fußball, wo Functional Fitness ja eigentlich herkommt.“ Tatsächlich hat diese Art des Trainings seinen Ursprung in der EM-Vorbereitung des deutschen Fußballnationalteams des Jahres 2008. Jogi Löw-Vorgänger Jürgen Klinsmann hatte, um die Bewegungsabläufe der Mannschaft zu verbessern, eigens den US-amerikanischen Fitnesstrainer Mark Verstegen engagiert. Nicht zuletzt dank Verstegen erreichte die deutsche Mannschaft damals das Finale – und „Functional Fitness“ als Ableitung aus seinem Trainingsprogramm war geboren.

 

 

3 Grundregeln für ein perfektes Training

Regel Nr. 1
Regel Nr. 2
Regel Nr. 3