Regel #1: Handyfreie Zonen.

Der erste Schritt zur bewussten Handynutzung ist ein bisschen Disziplin. Am besten legt man genau fest, wo das Handy keinen Platz mehr hat. Man schafft sich so handyfreie Zonen, wo das Leben nur einem selbst gehört. Genauso sind bestimmte Tageszeiten oder Anlässe handyfrei zu halten. Zum Beispiel könnte das Handy beim Essen mit der Familie, im Urlaub, beim Sport oder bei Einladungen einfach abgedreht bleiben. So kann man den Alltag wieder für sich gewinnen und sich so richtig entspannt dem echten Leben widmen. Auch das Schlafzimmer sollte eine handyfreie Zone sein -  mit einem klassischen Wecker kann das Handy getrost in einem anderen Raum liegen. So kommt man auch gleich nach dem Aufwachen nicht in Versuchungen, sofort die Nachrichten zu prüfen. 

Ganz besonders wichtig: Der ständige Blick auf Smartphone & Co. ist im Verkehrsalltag eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Eine Vielzahl an Unfällen wird durch Ablenkung verursacht - und da spielt das Handy eine große Rolle.

Vor allem der Esstisch sollte handyfreie Zone sein.
Vor allem der Esstisch sollte handyfreie Zone sein.
Brooke Lark / unsplash

Regel #2: Mehr reden, weniger texten.

Man muss nicht immer texten, um anderen etwas mitzuteilen. Reden ist menschlich, bringt viel Gefühl rüber und man kann aus dem Gesicht und den Gesten eines Gegenübers mehr lesen, als ein SMS je sagen könnte. Einfach bei jeder Textnachricht überlegen, ob man das nicht auch bei nächster Gelegenheit persönlich bereden könnte! Das vermeidet auch viele in erster Emotion abgesendete „Blindgänger“. Bevor auch in vielen Nachrichten umständlich getextet wird, tut's ein kurzer Anruf auch mal und die Sache ist schnell geklärt. 

Jahrtausendelang tauschte man sich am Lagerfeuer in geselliger Runde aus. Das Konzept hat sich bewährt.
Jahrtausendelang tauschte man sich am Lagerfeuer in geselliger Runde aus. Das Konzept hat sich bewährt.
Phil Coffmann / unsplash

Regel #3: Selbstkontrolle.

Wer sich schwer tut, seine Handynutzung zu beschränken und zu kontrollieren, kann das auch mit dem Gerät selbst tun: Mit Apps wie Hypnobeep oder Menthal kann man sehr übersichtlich und fast spielerisch die Handynutzung kontrollieren und zeitlich begrenzen. Beide Apps und viele andere mobile Helferleins findet man in den App-Stores der Anbieter. Auch das Ergebnis am Ende eines Tages, wie lange die persönliche Bildschirmzeit war, führt eine exzessive Nutzung vor Auge. 

Zeitlich limitierte Handynutzung funktioniert hervorragend, wenn man Apps nutzt.
Zeitlich limitierte Handynutzung funktioniert hervorragend, wenn man Apps nutzt.
Uros Jovicic

Regel #4: The sound of silence.

Die Schönheit der Stille wird einem sofort bewusst, sobald man sich ihr hingibt. Das gilt auch fürs Handy: Wenn man die Alarmtöne abdreht, schaltet man auch selbst ein wenig ab. Der Stress der lästigen Klingeltöne oder „Ringtones“ fällt von einem ab, man gewinnt wieder mehr Kontrolle über sein Leben zurück. Das Handy ruht und man kommt selbst zur Ruhe. Es muss auch nicht jede Nachricht sofort beantwortet werden. Man muss sich nur mal trauen, offline zu gehen und die Stille zu genießen. Da hilft es auch, das Handy in den Flugmodus zu stellen. Im Fall des Falles hat man es zwar griffbereit, wird aber selbst nicht durch ständige Nachrichten gestört. 

In der Ruhe liegt die Kraft. Also: Handy auf
In der Ruhe liegt die Kraft. Also: Handy auf "lautlos" stellen!
Kristina Flour / unsplash

Regel #5: Echte Freunde, echtes Leben.

Man kann es nach vielen Stunden in sozialen Netzwerken kaum mehr glauben. Dennoch ist es wahr: Es gibt sie noch, die echten Freunde und Bekannten aus Fleisch und Blut. Vor allem Kinder und Jugendliche drohen mit ihren Smartphones zu vereinsamen. Einfaches Rezept: Wieder einmal spontan etwas ausmachen und mit Menschen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, spannende Dinge unternehmen. Am besten ohne Handy im Gepäck! Nichts ist nerviger, als wenn der Gesprächspartner ständig auf sein Display schaut. Es leidet nicht nur die Kommunikation darunter - auch kann man seinem Gegenüber nicht die ungeteilte Aufmerksamkeit schenken.

Quality time mit guten Freunden ist durch nichts zu ersetzen.
Quality time mit guten Freunden ist durch nichts zu ersetzen.
Evelyn Mostrom / unsplash

Regel #6: Niksen.

Das Konzept kommt aus den Niederlanden - gegen Stress und Erreichbarkeit nonstop legen die Niederländer eine kurze Pause ein, in der sie einfach nichts tun. Nichts machen und der Muße frönen, was den knackigen Namen „Niksen“ trägt. Niksen bedeutet im Niederländischen also so viel wie Nichtstun oder Müßiggang. Aktives Niksen hat nichts mit Faulheit zu tun; vielmehr geht es darum, mal Mobiltelefon, Tablet, Computer und TV für eine bestimmte Tageszeit auszuschalten, nicht erreichbar zu sein und sich einfach ein paar Minuten mal fallen zu lassen. 

Paar sitzt vor einem Boot am Hafen und schaut auf das Meer.
Genießt die Zeit des Nichtstuns ganz bewusst.
Christopher Burns / Unsplash