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Vom "guten" und "bösen" Cholesterin

Cholesterin - die stille Gefahr 
 
Gut für die Gefäße. Eigentlich ist Cholesterin nichts, was uns Sorgen bereiten müsste - solange der Cholesterinspiegel im Gleichgewicht ist. Ernährungsmedizinerin Dr. Michaela Felbinger erklärt, wie man sich cholesterinbewusst ernährt und wann Vorsicht geboten ist.
 
Wieso spricht man von „gutem“ und „bösem“ Cholesterin?
Zunächst muss man wissen, dass sich das Gesamtcholesterin im Blut aus zwei Fraktionen zusammensetzt: HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin.
Das „böse" LDL wird an den Wänden von Blutgefäßen abgelagert. Durch Verkalkung der Gefäßwände, Blutgerinselbildungen und entzündliche Prozesse wird das Blutgefäß somit zunehmend eingeengt; der Blutfluss wird vermindert oder sogar vollständig unterbrochen. Sind die Gefäße des Herzens betroffen, droht ein Herzinfarkt; bei Hirnarterien kann es zu einem Schlaganfall kommen. Dieses Krankheitsbild wird als Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) bezeichnet.
HDL transportiert dagegen Cholesterin aus dem Blut zur Leber, wo es verstoffwechselt werden kann. Es hat somit eine wichtige Schutzfunktion für die Gefäße. Prinzipiell gilt daher: Je höher das HDL und je niedriger das LDL, desto besser geht es dem Körper.
 
Was treibt das Cholesterin in die Höhe?
Es gibt verschiedene Faktoren: erbliche Vorbelastung oder Erkrankungen wie etwa eine Schilddrüsenunterfunktion. Doch auch über die Ernährung wird der Cholesterinspiegel entscheidend beeinflusst.
 
Wie sollte also die cholesterinbewusste Ernährung am besten aussehen?
Das A und O einer cholesterinbewussten Ernährung ist die gezielte und sparsame Auswahl von Nahrungsfetten, denn Cholesterin ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten. Fettes Fleisch, Wurst, fetter Käse und Streichfette wie Butter oder Schmalz enthalten neben Cholesterin sogenannte gesättigte Fettsäuren, die den Anstieg von LDL zusätzlich unterstützen.
 
Muss man generell auf Fett verzichten?
Nein. Allerdings sollte man zu pflanzlichen statt zu tierischen Fetten und Ölen greifen. Diese haben eine andere Fettqualität, denn sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren. Im Gegensatz zu tierischen Fetten senken sie das „böse" LDL und sorgen so für Gefäßschutz. Kaltgepresste Öle wie Olivenöl, Leinöl oder Kürbiskernöl verfeinern Salate. Rapsöl, Maiskeimöl oder Olivenöl (nicht zu stark erhitzt) eignen sich auch zum Kochen.
 
Was sollte man sonst noch beachten?
Ballaststoffe und unverdauliche Nahrungsbestandteile unterstützen nicht nur die Darmgesundheit, sondern vermindern auch die Cholesterinaufnahme. Viel Gemüse und Obst, Getreideprodukte oder Hülsenfrüchte lohnen sich. Vollkornprodukte enthalten übrigens besonders viele Ballaststoffe. Auch Fisch wirkt sich günstig auf die Blutfette aus - Schalentiere wie Garnelen oder Muscheln, aber auch Tintenfische sind dagegen Cholesterinbomben. Auch Innereien, Eier und Geflügelhaut haben es bezüglich Cholesterin in sich. Viel Bewegung erhöht das „gute" HDL. Für Raucher gilt: Nikotinabstinenz sorgt ebenfalls für positive Ergebnisse.
 
 
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