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Functional Food - Essen mit "Nebenwirkung"

aktiv & gesund - Functional Food 
 
Vorbei sind die Zeiten, in denen Lebensmittel einfach nur satt machen mussten. Sie sollen gut schmecken, leicht und schnell zubereitet werden können - und vor allem gesund sein. Ein weites Betätigungsfeld für die moderne Lebensmittelindustrie.
 
Das erste Joghurt wurde hierzulande vor rund 90 Jahren in der Apotheke verkauft - weil der Hersteller derart von der gesundheitsfördernden Wirkung seines Produktes überzeugt war. Heute wissen wir alle, dass bestimmte Milchsäurebakterien das Immunsystem stärken und die Verdauung fördern - und längst finden sie sich nicht mehr nur im Joghurt, sondern in Eis, Käse und sogar Babynahrung.
 
Das kann mehr.
Seit dem Aufkommen der Idee, Lebensmittel mit einem „Zusatznutzen" auszustatten, ist man weltweit auf der Suche nach einer einheitlichen und verbindlichen Definition des Begriffs „Functional Food".
 
Generell werden zwei Arten unterschieden:

• Lebensmittel, die durch bestimmte Inhaltsstoffe bereits besonders gute Eigenschaften haben: Darunter fällt auch der gute alte Apfel, frei nach der Lebensweisheit „An apple a day keeps the doctor away".

• Lebensmittel, die mit gesundheitsfördernden Stoffen angereichert werden: Ein Beispiel sind etwa Hühnereier mit Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl, das vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen soll.

 
Vitamine im ACE-Fruchtsaft sollen der Krebsprävention dienen und Kalzium im Müsli gegen Osteoporose vorbeugen: Die Grenze zwischen Medikamenten und Lebensmitteln verwischt immer mehr, und das Ende bei der Entwicklung von Lebensmitteln mit gesundheitlichem Extra-Benefit ist noch lange nicht abzusehen.
 
Sinnvoll?
Die Food-Industrie ist überzeugt: Durch die richtige Lebensmittelkombination können wir Nährstoffe zuführen, die wir zum Beispiel bei Stress oder erhöhter geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit brauchen. Sinnvoll können funktionale Lebensmittel vor allem für jene Menschen sein, die an einer gesundheitlichen Störung, wie beispielsweise einer Fettstoffwechselstörung, leiden. Wer jedoch gesund ist und sich ausgewogen ernährt, kann auf Essen mit Zusatznutzen verzichten.