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Ich hab’ den Beat!

Laufband 
 
Legales Dopingmittel. Mit der Kraft der Musik lassen sich die sportliche Leistung verbessern, das Belastungsempfinden senken und jeder noch so große Schweinehund überwinden. Aber was macht die besondere Beziehung zwischen Musik und Bewegung eigentlich aus? Das erfahren Sie hier!
 
Jeder kennt es: Die ersten Takte des Lieblingsliedes, schon wippen die Beine und die Stimmung steigt. Musik hat einen großen Einfluss auf die körperliche Befindlichkeit. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Musikhören auch beim Sport für viele zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Die positive Wirkung der Musik auf die Bewegung bestätigt Richard Parncutt, Leiter des Zentrums für systematische Musikwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz: „Musik, die aktiviert und glücklich macht, passt sehr gut zum Sport, denn man benötigt dabei mehr Energie und muss zum Sport auch positiv eingestellt sein."
 
Bewegungsrhythmus.
Handelt es sich um Sportarten mit einer zyklischen Bewegung, wie etwa Laufen, Radfahren, Wandern oder Rudern, kann Musik mithilfe der beats per minute (bpm), also der Taktschläge der Musik, das Training steuern und für ein konstanteres Bewegungstempo sorgen. Sportler passen ihr Tempo an den Takt der Musik an, weiß Thomas Brandauer, Sportpsychologe am Sportkompetenzzentrum des Landes Kärnten. Die optimale Anzahl der beats per minute hängt allerdings von der Person und der Bewegung ab. Erstens, weil für Menschen, die den Takt beispielsweise gar nicht hören können, die bpm auch keine Rolle spielen. Und zweitens, weil die perfekte Trainingsmusik auch eine Frage des Geschmacks ist. Erst die Kraft der Lieblingssongs motiviert und hebt die Laune bei sportlicher Betätigung auch tatsächlich.
 
Willkommene Ablenkung.
Ein großes Plus beim Musikhören während des Trainierens ist die ablenkende Wirkung. Man erträgt hohe Anstrengungen leichter, und auch Schmerzen werden als weniger schlimm empfunden. Laut dem Sportpsychologen Thomas Brandauer ist dies jedoch Segen und Fluch zugleich. Denn die Ablenkung kann unter Umständen die Körperwahrnehmung verfälschen und dazu führen, dass auf wichtige Signale nicht mehr gehört wird: „Seinen eigenen Körper und dessen Bedürfnisse sollte man als verantwortungsbewusster Sportler keinesfalls ignorieren", so Brandauer. Er mahnt daher, sich nicht zu überschätzen und permanent an seine körperlichen Limits zu gehen.
 
In der Vielfalt liegt die Kraft. Um möglichst lange vom „Wundermittel" Musik zu profitieren, empfiehlt Brandauer, sich mehrere Playlists zu erstellen und diese immer wieder abzuwechseln: Auch empfohlen wird, hin und wieder ganz auf Musik zu verzichten, denn Sport bietet auch kinästhetische oder visuelle Reize, die es wert sind, gezielt wahrgenommen zu werden. Ganz ohne andere Nebengeräusche.
 
 
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