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Baustoffe der Gesundheit: Vitamin K

Nein, die Reihe der Vitamine endet nicht bei E! Es gibt nach den allen geläufigen Vitaminen A, B, C, D und E noch das Vitamin K. Und das hat sich, auch wenn es im Körper nur in geringen Mengen benötigt wird, durchaus etwas Aufmerksamkeit verdient. Es ist in mehrfacher Hinsicht wichtig. Der Buchstabe K steht eigentlich für Koagulation (Gerinnung), bietet sich aber auch gleich als Merkhilfe an: Vitamin K steckt nämlich zum Beispiel in Kohl oder Kohlrüben und ist unter anderem für die Festigkeit unserer Knochen verantwortlich.
 
Was bewirkt das Vitamin K?
Für den menschlichen Stoffwechsel sind aus der Vitamin-K Familie die Vitamine K1 und K2 relevant. Diese beiden sind in ihrer Funktionsweise einzigartig unter allen Vitaminen. Sie aktivieren im Körper Proteine, die für die Blutgerinnung und die Steuerung von Kalzium zuständig sind. So wird zum Beispiel in den Leberzellen der Blutgerinnungsstoff „Prothrombin" aktiviert, der bei Verletzungen für einen raschen Blutungsstopp sorgt. Eine wichtige Aufgabe übernimmt das Vitamin K für den Knochenaufbau, indem es das Kalzium im Körper steuert und reguliert. Durch einen Mangel an Vitamin K2 lagert sich das Kalzium in den Arterien ab, statt sich in den Knochen festzusetzen. Das kann zu Arteriosklerose führen, die wiederum Herz-Kreiskauf-Erkrankungen hervorrufen kann. Gleichzeitig steigt das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, weil das Kalzium für den Knochenaufbau fehlt, was zu geringerer Knochendichte und damit zu einem erhöhten Frakturrisiko führt.
 
Wann kann ein Vitamin-K-Mangel auftreten?
Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K ist sowohl für die Blutgerinnung als auch für starke, gesunde Knochen notwendig. Bei normaler Ernährung ist ein Vitamin-K-Mangel relativ selten, die Einnahme von blutgerinnungshemmenden Mitteln kann allerdings die Wirkung des Vitamins beeinträchtigen. Auch Neugeborene können mit Vitamin K schlecht versorgt sein - es ist in der Muttermilch nur in sehr geringen Dosen enthalten. Daher bekommen Babys meist gleich nach der Geburt eine Vitamin-K-Prophylaxe, um so zwar selten vorkommende, aber sehr gefährliche Hirnblutungen zu verhindern.
 
Was sind gute Vitamin-K-Lieferanten?
Das fettlösliche, aber hitzebeständige Vitamin K wird hauptsächlich über Nahrungsmittel aufgenommen, das Vitamin K2 wird teilweise von Darmbakterien produziert. Wer neben den oben schon erwähnten Kohlgemüsen, auch Spinat, Sauerkraut und Zwiebel gerne und oft isst, außerdem Milchprodukte und Fleisch mag, der ist mit Vitamin K meistens gut versorgt. Weil das Vitamin lichtempfindlich ist, sollte man das Gemüse immer dunkel lagern!

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt: Mindestens 65 µg für Frauen und 80 µg für Männer tgl. (0,03-1,5 µg/kg Körpergewicht tgl.) und für Kinder 10 µg/kg Körpergewicht täglich.