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Baustoffe der Gesundheit: Folsäure

Seinen Namen bekam das Vitamin 1941: Damals wurde die Substanz aus vier Tonnen Spinatblättern isoliert und nach dem lateinischen Wort für Blatt „folium“ benannt. Hitze- und lichtempfindlich sowie wasserlöslich ist das Vitamin aus dem B-Komplex, das sich als äußerst wichtig für die Zellteilung und andere Zellfunktionen erwies.
 
Zu wenig Folsäure in unserer Nahrung
65 Jahre nach seiner Entdeckung, arbeitet Österreich an einer neuen Verordnung zum Thema Folsäure. Das Vitamin soll dem heimischen Mehl beigemischt werden. Der Grund: Die meisten Österreicher sind mit diesem Vitamin unterversorgt. Die Unterversorgung ist auf eine immer schlechter werdende Nahrungsmittelqualität zurückzuführen, meint der Salzburger Mediziner Olaf Stanger.
 
Aktuelle Studie
Neben anderen Studien bestätigt nun eine Studie von Stanger selbst – er ist Herzchirurg und in der Forschung spezialisiert auf Folsäure – dass ein Großteil der Österreicher zu wenig Folsäure zu sich nimmt. Die Folgen sind schlimm, denn ein Mangel steht in nachweisbarem Zusammenhang mit Missbildungen bei Kindern, Altersdemenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In neueren Untersuchungen wird Folsäuremangel außerdem mit Depression und Alzheimer in Verbindung gebracht. Die täglich empfohlene Mindestaufnahme (300 Mikrogramm bei Kindern und Jugendlichen, 400 Mikrogramm bei Erwachsenen) werde in allen Altersgruppen nur zur Hälfte erreicht, sagt der Mediziner.
 
Gute Folsäure-Lieferanten
Ca. 400 Mikrogramm Folsäure sind enthalten in:
  • Spargel 40g
  • Weizenkeime 60g
  • Nüsse 250g
  • Fenchel 300g
  • Spinat 380g
  • Brokkoli 420g
  • Tomaten 750g
  • Feld- oder Kopfsalat 1000g
  • Champignons 1200g
  • Weizen- oder Roggenbrot 1500g
 
Sammelblatt
Den gesamten Informationstext können Sie unserem Sammelblatt entnehmen. In jeder Ausgabe des Merkur Magazines wird ein neues Sammelblatt zum Thema Baustoffe der Gesundheit veröffentlicht.