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Baustoffe der Gesundheit: Jod

Jod gilt als der kritischste Nährstoff weltweit. Dabei braucht es der Körper dringend.
 
Der Motor für den Stoffwechsel
Von Haus aus hat er etwa 10 Milligramm intus, fast der gesamte Vorrat lagert in der Schilddrüse. Für die ist Jod der wichtigste Baustein überhaupt, der Motor, der die Stoffwechselprozesse ins Rollen bringt. Ob unsere Verdauung gut funktioniert, das Gehirn die Konzentration im Griff hat und wir uns einfach gut in Form und energiegeladen fühlen – oftmals eine Frage der Schilddrüse und ihrer Versorgung mit Jod. Kriegt sie von ihrem Lieblingstreibstoff nicht genügend Nachschub, wird sie zickig. Sie arbeitet unkontrolliert, plustert sich auf – äußerlich sichtbar als Kropf. Jodmangel ist außerdem eine häufige Ursache für Fruchtbarkeitsstörungen und Fehlgeburten. Wie kommt der Mensch nun an seinen Jodnachschub? Grundsätzlich via Ernährung, allerdings nur mit Mühen. Denn unsere Ackerböden gelten als jodarm – je weiter vom Meer weg in Richtung Alpen, desto extremer. Die Gründe dafür reichen weit zurück, bis in die Eiszeit mit ihren geologischen Vorgängen, die das Jod weitgehend aus den Böden geschwemmt haben. Dementsprechend waren Obst- und Gemüsesorten noch nie mit Jod gesegnet.
 
Die Schilddrüse
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Das kleine, ca. 25 g schwere, schmetterlingsförmige Organ ist innerhalb aller Drüsen mit innerer Sekretion insofern einzigartig, als ihre Hormonproduktion vom Spurenelement Jod abhängig ist. Dieses Jod muss täglich ausreichend mit der Nahrung zugeführt werden. Die beiden Schilddrüsenhormone regeln sämtliche Stoffwechselvorgänge des Organismus. Sie sind daher schon im Mutterleib maßgeblich für Wachstum und geistige Entwicklung des Kindes verantwortlich, beim Erwachsenen für das reibungslose Funktionieren von Stoffwechsel und Energiehaushalt. Unser steirisches Trinkwasser enthält praktisch kein Jod! Meerwasser enthält ca. 35–38 µg Jod/L. Die Algen reichern das Jod an und speichern es: Mit den Algen kommt das Jod in die Nahrungskette des Meeres; Meerestiere haben daher einen besonders hohen Jodgehalt. Meersalz allerdings enthält relativ wenig. Der tägliche Jodbedarf beträgt nach WHO 100 bis 300 µg Jod; bei Schwangeren 200-300 µg. Die Steiermark ist ein klassisches Jodmangelland: Selbst in Graz hatten 1956 über 50 % der Kinder einen Kropf, die Neugeborenenstruma war häufig und in bestimmten steirischen Bezirken gab es sogar in über 10 % einen Kretinismus, das ist die schwerste Form der chronischen Jodmangelerkrankungen (geistige Retardiertheit, Wachstumsstörungen, spastische Lähmungen, Taubstummheit etc.) Eine gesetzliche Salzjodierung wurde 1963 eingeführt und 1990 erhöht. 1 g jodiertes Salz enthält nun 15,2 µg Jod. Jodmangelerkrankungen sind nicht mehr endemisch (d.h. bei über 10 % der Bevölkerung). Beim Sport bzw. anstrengenden körperlichen Arbeiten verliert man 10 µg Jod/Liter Schweiß. Sportgetränken dürfen keine Spurenelemente zugesetzt werden; auch hier sind jodhältige Mineralwässer zu empfehlen. Mit Jod angereichertes Vollsalz, Neuseelandkiwi, bestimmte Meeresfische und Mineralwässer sind gute Jodquellen!
 
JODREICHE NAHRUNGSMITTEL (Jodgehalt pro Portion in Mikrogramm µg)
Schellfisch, 150 g 365 µg Seelachs, 150 g 300 µg Garnelen, 100 g 130 µg Bismarckhering,125 g 114 µg Thunfisch, 75 g 112 µg Brokkoli, 200 g 30 µg Champignons, 150 g 27 µg Grünkohl, 200 g 24 µg Mineralwasser, 1 Glas 12,5 µg Kuhmilch, 1 Glas 12 µg Brot, 1 Scheibe 4 µg Käse, 1 Scheibe 1,5 µg Äpfel, 1 Stück 1,5 µg
 
 
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