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Schnupfen: Nie wieder?

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Bei Schnupfen gilt seit jeher: Behandelt man ihn, dauert er sieben Tage. Behandelt man ihn nicht, dauert er eine Woche. Besonders neu ist dieser Scherz nicht, und dass so mancher darüber gar nicht lachen kann, hat auch einen guten Grund.
 
Durchschnittlich stecken sich Erwachsene drei bis fünf Mal pro Jahr mit Schnupfen an; Kinder sogar bis zu acht Mal. Und das ist auch bei einer vergleichsweise leichten Erkrankung ziemlich übel. Wie nun dem Schnupfen beizukommen wäre, das ist der Medizin allerdings noch immer ein Rätsel. Fest steht nur eines: Jeder hasst ihn. Und fast jeder steckt sich an. Das ist einfach: Manchmal genügt schon ein Händeschütteln. Kurz danach greift man sich an Nase oder Auge – und darf gleich die Familienpackung Taschentücher bereitlegen. Halten Sie sich von angesteckten „Rotznasen“ also wirklich am besten fern. Und nicht einmal das hilft unbedingt: Schnupfenerreger können nämlich durch die Luft fliegen. Tatsache. Falsch ist hingegen die Behauptung, dass Kälte Schnupfen auslöst. Medizinisch gibt es dafür keinen Beweis. Dass Erschöpfung und psychischer Stress hingegen den Schnupfen begünstigen, gilt als sicher.
 
Grosse Familie
Mehr als 200 verschiedene Viren können Schnupfen verursachen – im Gegensatz zu den schmerzhaften und langwierigen Nebenhöhlenentzündungen. Die werden nämlich von Bakterien verursacht und deswegen auch oft (erfolgreich) mit Antibiotika behandelt. Gegen Schnupfen-Viren aber gibt es noch kein Mittel. Dafür gibt es Methoden, den Schnupfen schneller wieder loszuwerden. Die einfachste: Trinken Sie viel Wasser, das löst den Schleim – genauso wie heiße Tees und Inhalationsbäder. Freie Atemwege bewirken, dass man sich gleich besser fühlt. Aber Vorsicht: Ihre Aktivitäten sollten Sie bei Schnupfen auf jeden Fall einschränken. Wer vor lauter Fitness-Eifer weitertrainiert, als ob nichts wäre, riskiert unter Umständen Komplikationen wie Bronchitis oder gar eine Lungenentzündung. Wem Wasser und Dampf zu wenig sind, der behilft sich zur Schnupfenbehandlung mit chemischen Mitteln, die die entzündete Schleimhaut zum Abschwellen bringen. Allerdings: Sparsam verwenden, sonst verkehrt sich der angenehme Effekt am Ende noch ins Gegenteil, und der Schnupfengeplagte leidet noch mehr. Als Alternative werden in den Apotheken inzwischen auch schon Salzlösungen angeboten, die auf natürlichem Weg den gleichen Effekt erzielen.
 
Hilfskräfte
Dem Schnupfen aus dem Weg zu gehen, ist, wie gesagt, sehr schwierig. Man kann sich ihm aber entgegenstellen: Eine gesunde Lebensweise, ausreichend Schlaf und Vitamine (die Wirkung von Vitamin C auf Schnupfenkeime ist inzwischen umstritten, aber auf jeden Fall einen Versuch wert) sind die Voraussetzung, der laufenden Nase zu entkommen.
 
Therapie
Als Akut-Therapie empfiehlt sich die Einnahme von Zink: dem Mineral wird nachgesagt, die Symptome zu hemmen und einzudämmen; und manch einer schwört, Zink verkürze den Schnupfen. Milchprodukte und Bananen sollen die Schleimproduktion anregen, wer den Schnupfen nahen spürt, greift besser zu Knoblauch und Zwiebeln – beide Starkschmecker enthalten Wirkstoffe, die Viren killen. Wem das nicht schmeckt, der greift zum Sonnenhut-Tee. Auch der wirkt gegen Viren. Prost! Und: Hatschi!